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20.02.13

Schlaflose Nacht

Ich kan nicht schlafen, das ist der Grund für diesen Post um 03:32 Uhr irischer Ortszeit.
Es ist nicht wegen den Schmerzen im Bein, sondern wegen der Op, ich habe da echt Angst vor.
Wird das Bein nicht wieder belastbar, würde es für mich heißen....Reisestopp und Krücken.
Und das ist auch meine Sorge, nicht die Krücken, die wären mir egal, aber mit Krücken durch die Wildniss, durch Sümpfe und Morast...oder gar am Berg klettern.....unmöglich.

Und vorallem was mache ich dann?
Normaler Job, in der Fabrik? oder gar Sozialhilfe und co?
Für mich wäre es schlimmer als Knast, ein Leben ohne Reisen, kein Aussteiger mehr, keine Abenteuer mehr.

Ich würde diese Gedanken ja aus meinen Kopf haben wollen, aber dies war nun mal mein Leben....6 wunderschöne Jahre lang. Ich war sehr froh das Papa, hier her geflogen ist um mich zu mindestens Seelisch zu unterstützen, viel mehr kann er ja nun auch nicht machen. Er wird wohl im Krankenhaus warten bis ich aus dem OP komme und selber bangen. Er weiß wie sehr ich die letzten 6 Jahre genossen habe.

Ich stehe hier gerade am Fenster und rauche eine Zigarette nach der anderen......denke zurück an die schöne Zeit. Und an all die schönen Tage, auch an den Sumpf wo ich fast eingesunken wäre. All die Ängste, die ich da hatte, über die lache ich gerade. Es war halt immer Spaß und Abenteuer für mich auch die Schwierigen Zeiten. Aber nu??? Was wird nach der Op?

Wie sieht mein Leben danach aus, ich denke wenn die ersten diesen Post lesen, liege ich im OP saal oder zu mindestens schon im Krankenhaus.Ich weis das jeder einzelne von euch meinen Lesern mir die Daumen drückt, und doch ist es als wäre ich alleine. Die Welt, sie hat einen grauen Schleier bekommen, wird er wieder gehen? Wird die Welt wieder Bunt? Und was werde ich im Frühling machen?? Reisen? oder doch nur ein Leben an der Krücke??

All diese Fragen und Gedanken, sie kommen und gehen. Wollen eine Antwort, doch die Antwort liegt in der Zukunft. Weit weg, viel zu weit für mich. Und doch werde ich es bald wissen.
Auch wenn viele dieser Gedanken vieleicht nicht verständlich sind für viele Menschen, ich habe die letzten 6 Jahre erlebt. Ich habe Menschen kommen und gehen gesehen auf meinem Weg durch diese Zeit, und nur ganz wenige wussten was und wie ich fühlte. Es waren ebenfalls Reisende, und auch da wieder die Frage. Wo sind die jetzt wohl, und was machen sie??

Um 7:30 Uhr kommt der Krankentransport, fährt mich in die Klinik, um 12 Uhr soll ich Operiert werden.
Wenn alles gut geht bin ich spätestens 15 Uhr ausm Op. Wie die Welt für mich dann aussieht, weis ich noch nicht. Das werde ich dann sehen. Bis dahin heißt es...so blöd wie es klingt....beten. Und so etwas tu ich sonst nie. Ich weis nicht ob das oder der, den ich anbete wirklich da ist. Aber wenn, vieleicht hört er ja meine Worte und Gedanken.

Ich werde Glubschi, mein Kuschelschaf mit nehmen, er hat mich immer begleitet. Er hat mir auch schon oft Glück gebracht. Oh man, ich werde gerade wieder Kind....nicht ohne mein Kuschelschaf *lach*.
Aber auch zu einem Kuscheltier kan man eine zumindestens Emotionale bindung auf bauen. Ich wäre in der tat traurig, wenn Glubschi weg wäre. Hab ihn schon seid meinem Trip durch Frankreich welcher 3 Jahre zurück liegt. Wehe ich hab ihn nicht gefunden....owei...dann war Polen offen und Warschau brannte*lach*

Aber es waren vieleicht auch die umstände wie ich ihn bekam. Ein kleines Mädchen hat ihn mir geschenkt, als ich sie nach Hause gebracht hatte, sie war vom Fahrad gefallen und hat bitterlich geweint. Ich konnte nur sehr wenig Französisch aber es hatte gereicht. Sie Schenkte mir das Schaf, da hatte es noch keinen Namen. Erst als ich mir das Schaf im Zelt genauer angeschaut habe und ihm in die Knopfaugen schaute.....da fiel nur ein wort......Glubschauge......und da dies so böse klang bekam es den Namen Glubschi.

So genug der Schreiberei....ich mache schluss mal sehen vieleicht klappt es ja noch mal mit 1 oder 2 Stunden schlaf.



Also dann


Euer Weltenbummler

Kommentare:

  1. Hi Ronny, alles, alles Gute.

    Wir lesen uns.

    LG
    Elke

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  2. Lieber Ronny,
    Ich wünsche dir, dass du die OP gut überstehst und dein Bein wieder in Ordnung kommt!

    Alles Liebe
    Mea

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